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Chronik des Main-Donau-Kanals

Quelle: Schrift der Rhein-Main-Donau Aktiengesellschaft zur Kanaleröffnung

Vorgeschichte

Bereits 793 versuchte Kaiser Karl der Große an jener Stelle, wo sich Altmühl und schwäbischer Rezat bis auf wenige hundert Meter nähern, einen Kanal zu bauen. Die Fossa Carolina bzw. der Karlsgraben wurde nie fertig gestellt, da die technischen Probleme für die damalige Zeit zu groß waren.

Die Idee wurde von König Ludwig I. von Bayern wieder aufgegriffen. In 9 jähriger Bauzeit, von 1836 bis 1845, entstand der Ludwig-Main-Donau-Kanal. Durch die damals nur eingeschränkt mögliche Schifffahrt auf Main und Donau konnte der Kanal jedoch seine zugedachte Aufgabe nicht erfüllen; außerdem stellten die 101 Schleusen auf der 178 Km langen Strecke ein zeitraubendes Hindernis dar.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der alte Traum des Abendlandes, den Rhein und die Donau miteinander zu verbinden, erneut in Angriff genommen.

1921 30. Dezember, Gründung der Rhein-Main-Donau Aktiengesellschaft mit Sitz in München

1922 Baubeginn an der Donaustufe Kachlet und an der Mainstufe Viereth

1924 Inbetriebnahme des Kraftwerks „Untere Mainmühle in Würzburg

1925 Inbetriebnahme des Kraftwerks Viereth bei Bamberg

1927 Der planmäßige Ausbau des Mains wird in Angriff genommen, wobei der Bau wegen des Anschlusses an den bereits schiffbaren Teil des Mains von Aschaffenburg an flussaufwärts erfolgt

1928 Fertigstellung der Kachletstufe, der größten Stau-, Schleusen- und Kraftwerksanlage

1930 Inbetriebnahme der Kraftwerke Obernau, Wallstadt und Klingenberg am Untermain

1932 Inbetriebnahme des Kraftwerks Heubach am Untermain

1934 Inbetriebnahme der Kraftwerke Freudenberg und Erlabrunn am Untermain

1939 Inbetriebnahme der Kraftwerke Faulbach, Rothenfels, Eichel und Steinbach am Untermain

1940 Inbetriebnahme der Kraftwerke Lengfurt, Himmelstadt und Harrbach am Untermain

1940 Abschluss des Mainausbaus bis zum Hafen Würzburg

1941 Bedingt durch den zweiten Weltkrieg kommen alle Bauarbeiten an der Wasserstrasse zum Erliegen

1947 Wiederaufnahme der Bauarbeiten

1950 Einrichtung eines RMD-Taucherlehrbetriebes

1950 Inbetriebnahme des Kraftwerks Randersacker am Obermain

1951 Inbetriebnahme des Kraftwerks Limbach am Obermain

1952 Inbetriebnahme des Kraftwerks Wipfeld am Obermain

1952 Regierungsabkommen und Gründung der Donaukraftwerk-Jochenstein-AG als gemeinsames Tochterunternehmen der RMD und der Österreichischen Elektizitätswirtschafts AG (Verbundgesellschaft)

1952 Inbetriebnahme des Kraftwerks Großmannsdorf am Obermain

1952 Inbetriebnahme des Kraftwerks Ellgau am unteren Lech

1954 Inbetriebnahme des Kraftwerks Oberpeiching am unteren Lech

1954 Freigabe der Mainteilstrecke Würzburg – Ochsenfurt für den Schiffsverkehr

1954 Inbetriebnahme des Parallelhafens Ochsenfurt

1955 Inbetriebnahme des Kraftwerks Markbreit am Obermain

1955 Inbetriebnahme des Kraftwerks Rain am unteren Lech

1956 Fertigstellung und Inbetriebnahme der Donaustufe Jochenstein mit Wehr, Kraftwerk und Schleuse

1957 Inbetriebnahme der Kraftwerke Kitzingen und Garstadt am Obermain

1957 Inbetriebnahme der Kraftwerke Gerlachshausen und Volkach am Obermain

1957 Fertigstellung des Hafens Kitzingen

1957 Verkehrsfreigabe der Mainteilstrecke Ochsenfurt – Kitzingen

1957 Abschluss der Bauarbeiten am Umgehungskanal Gerlachshausen – Volkach

1958 Gründung der RMD-Tochtergesellschaft Obere Donau AG (ODK)

1958 Inbetriebnahme des Kraftwerks Dettelbach am Obermain

1959 Fertigstellung des Hafens Bergrheinfeld

1960 Baubeginn des Main.Donau-Kanals

1960 Gründung der RMD-Tochterunternehmens Mainkraftwerk Schweinfurt GmbH

1960 Inbetriebnahme des Kraftwerks Feldheim an unteren Lech

1961 Inbetriebnahme des Kraftwerks Oberrelchingen an der oberen Donau

1962 Inbetriebnahme des Kraftwerks Leipheim an der oberen Donau

1962 Abschluss des Mainausbaus bis Bamberg und Inbetriebnahme des Staatshafens Bamberg

1962 Inbetriebnahme des Kraftwerks Ottendorf am Obermain

1962 Inbetriebnahme des Kraftwerks Günzburg an der oberen Donau

1963 Inbetriebnahme des Kraftwerks Schweinfurt am Obermain

1963 Inbetriebnahme des Kraftwerks Offingen an der oberen Donau

1964 Inbetriebnahme des Kraftwerks Forchheim an der Regnitz

1964 Inbetriebnahme des Kraftwerks Gundelfingen an der oberen Donau

1965 Gründung der RMD-Tochtergesellschaft Donau-Wasserkraft AG (DWK)

1965 Inbetriebnahme des Kraftwerks Hausen an der Regnitz

1965 Inbetriebnahme des Kraftwerks Faimingen an der oberen Donau

1966 Bund und Freistaat Bayern unterzeichnen den Duisburger Vertrag über den Ausbau der Wasserstrasse zwischen Nürnberg und Vilshofen

1967 Fertigstellung der schleusen Bamberg und Strullendorf am Main-Donau-Kanal

1967 Inbetriebnahme des Kraftwerks Bertholdsheim an der oberen Donau

1968 Inbetriebnahme des Parallelhafens Forchheim an der Kanalstrecke Bamberg - Nürnberg

1969 Auszeichnung beim Bundeswettbewerb „Industrie in der Landschaft“ für die mustergültige Gestaltung und landschaftliche Einbindung der Jochensteinstufe sowie anderer Anlagen der RMD an der oberen Donau und am unteren Lech

1969 Inbetriebnahme des Kraftwerks Bittenbrunn an der oberen Donau

1970 Inbetriebnahme des Kraftwerks Bergheim an der oberen Donau und der Schleuse mit Pumpwerk Erlangen sowie des Parallelhafens Erlangen am Main-Donau-Kanal

1971 Inbetriebnahme des Kraftwerks Kleinostheim am Untermain

1971 Ausarbeitung eines Landschaftsplanes für das Altmühltal durch Landschaftsarchitekt Reinhard Grebe

1971 Inbetriebnahme des Kraftwerks Ingolstadt an der Donau

1971 Fertigstellung der Schleuse Nürnberg am Main-Donau-Kanal

1972 Inbetriebnahme des Parallelhafens Fürth an der Kanalstrecke Bamberg – Nürnberg

1972 Einweihung des Staatshafens Nürnberg

1972 Inbetriebnahme der Staustufen und Pumpwerke Nürnberg und Kriegenbrunn

1974 Vorlage des „Landschaftsplanes Donautalraum“

1974 Gründung des Trägervereins Altmühltal e.V.

1975 Fertigstellung der Schleuse Abbach an der Donau

1976 Bund, Freistaat Bayern und die RMD unterzeichenen den Vertrag über die Kanalisierung der Donau von Regenburg bis Vilshofen. Die RMD wird mit der Planung und Baudurchführung beauftragt

1976 Bei Grabungsarbeiten im Gebiet von Kelheim werden Teile einer zehn Kilometer langen keltischen Stadtmauer entdeckt.

1976 Inbetriebnahme des Pumpspeicherwerks Langenprozelten, das in das Netz der Deutschen Bahn integriert ist

1976 Fertigstellung der Schleuse Eibach am Main-Donau-Kanal

1977 Freilegung eines Hügelgrabes bei umfangreichen archäologischen Grabungsarbeiten im Vorfeld der Baumaßnahmen bei Kelheim

1977 Fertigstellung der Schleuse Regensburg sowie Inbetriebnahme des Kraftwerks Regensburg

1978 Verkehrsfreigabe der Donaustrecke Regensburg – Kelheim

1978 Inbetriebnahme des Kraftwerks Bad Abbach an der Donau

1978 Inbetriebnahme des Hafens Kelheim

1979 Dammbruch am noch nicht in Betrieb genommenen Main-Donau-Kanal bei Nürnberg/Katzwang

1979 Gründung der RMD-Tochtergesellschaft Mittlere Donau-Kraftwerke AG (MDK)

1979 Im Baubereich der Schleuse dietfurt wird eine dreitausend Jahre alte Siedlung mit Friedhof freigelegt

1979 Vorlage des Landschaftsplanes für den Donauabschnitt Regensburg – Geisling

1980 Inbetriebnahme der Schleuse Geisling an der Donau

1980 Fertigstellung der Schleuse Leerstetten am Main-Donau-Kanal

1981 Inbetriebnahme des 50. Laufkraftwerks Dillingen an der oberen Donau

1982 Fertigstellung der Schleuse Kelheim am Main-Donau-Kanal

1982 Gründung der Bürgerinitiative „Ja zum Main-Donau-Kanal“, der vor allem die Gemeinden im Altmühl- und Sulztal angehören

1982 Inbetriebnahme des Kraftwerks Höchsstädt an der oberen Donau

1982 Fertigstellung der Schleuse Riedenburg am Main-Donau-Kanal

1983 Erweiterung des Kraftwerks Viereth, Anbau einer 4 Maschinenanlage

1983 Gründung der Aktiengemeinschaft „Wasserkraft in Bayern“ zusammen mir der Innwerke AG, der Bayrischen Kraftwerke AG (BAWAG) und der Österreich-Bayrischen Kraftwerke AG (ÖBK) sowie mit dem verband Bayrischer Elektrizitätswerke e.V.

1983 Inbetriebnahme des Kraftwerks Schwenningen an der oberen Donau

1984 Fertigstellung der Schleuse Dietfurt am Main-Donau-Kanal

1984 Inbetriebnahme des Kraftwerks Donauwörth an der oberen Donau

1984 Beginn der Erdarbeiten an der Scheitelhaltung des Main-Donau-Kanals

1984 Baubeginn im Stadtdurchgang Kelheim

1985 Fertigstellung der Schleuse Eckersmühlen am Main-Donau-Kanal

1985 Inbetriebnahme des Kraftwerks Geisling an der oberen Donau

1985 Verkehrsfreigabe der Kanalstrecke Nürnberg – Roth

1986 Rekord in der Stromerzeugung: die 54 Laufwasserkraftwerke überschreiten erstmals die 3000 GWh-Grenze

1987 Einweihung der Fussgängerbrücke Essing

1987 Inbetriebnahme des Pumpwerkes Kelheim am Main-Donau-Kanal

1988 Verleihung des Ingenieur-Holzbaupreises für die Essinger Holzbrücke und des Ingenieur-Preises für die Kelheimer Fussgängerbrücke

1989 Fertigstellung der Schleusen Hilpoltstein und Bachhausen am Main-Donau-Kanal

1989 Baubeginn im Ottmaringer Tal

1989 Verleihung des Europäischen Holzleimbaup-Preises für die Essinger Holzbrücke

1989 Baubeginn im Stadtdurchgang Berching

1990 Verleihung des „outstanding structur award“ für die Kelheimer Fussgängerbrücke durch die „Fédération Internationale de la Précontrainte“

1991 Fertigstellung von Pumpwerk und der Schleuse Berching am Main-Donau-Kanal

1991 Inbetriebnahme des Triebwerks Regensburg nach Ausbauarbeiten

1991 Freigabe der Kanalstrecke Roth – Mühlhausen sowie des Altmühlabschnittes Riedenburg – Dietfurt für den Schiffsverkehr

1991 Fertigstellung von Pumpwerk und Inbetriebnahme des Treibwerks Dietfurt am Main-Donau-Kanal

1991 Inbetriebnahme des Pumpwerkes und Schleuse Bachhausen am Main-Donau-Kanal

1991 Inbetriebnahme des Pumpwerkes und Schleuse Riedenburg am Main-Donau-Kanal

1992 25. September Verkehrsfreigabe des Main-Donau-Kanals

1992 Inbetriebnahme des Kraftwerks Voburg an der Donau

1994 Inbetriebnahme des Kraftwerks Straubing an der Donau

2000 Inbetriebnahme des Triebwerks Abbach an der Donau

http://www.rmd.de/

chronik_des_main-donau-kanal.txt · Zuletzt geändert: 2008/04/03 10:21 von krutzke

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