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Finowkanal

Bearbeiterin : Heike Rodenburg, 35460 Staufenberg

Der Finowkanal ist eine der ältesten Wasserstrassen Deutschlands. Der erste Kanalbau fand bereits von 1605 bis 1620 statt mit insgesamt 20 Schleusen. Durch den Dreißigjährigen Krieg verfiel das Bauwerk jedoch nahezu vollständig und geriet fast in Vergessenheit. Erst 1743 begann man aufs Neue mit dem Kanalbau und am 16. Juni 1746 wurde der zweite Finowkanal durch ein mit 100t Salz beladenes Fahrzeug eröffnet. Bei seiner Einweihung besaß er zunächst 10 Schleusen, bis 1767 kamen jedoch nach 5 weitere dazu. Nach ca. 100 Jahren wurden die Schleuse nach und nach erneuert und in dieser Form bestehen sie heute noch. Die älteste Finowkanalschleuse befindet sich in Eberswalde, sie trägt das Entstehungsdatum 1831.

Die schleusen haben eine Länge von 40,80 m und eine Breite von 9,42 m und wurde für jeweils zwei „Finowmaßkähne“ konzipiert. Der Kanal wurde zum großen Teil im Flussbett des Flüsschen Finow gebaut und erhielt dadurch auch seinen Namen.

Anfang des 20. Jahrhunderts war dann das Schiffsaufkommen so sehr gestiegen, dass die Kapazität des Finowkanals nicht mehr ausreichte und 1905 begann die Planung des Oder-Havel-Kanals, der fortan den gesamten Schiffsverkehr zwischen Berlin und Stettin aufnahm. Somit steht der Finowkanal jetzt vor allem für den Sportbootverkehr zur Verfügung. Dank der Initiative des „Fördervereins Finowkanal“ wurden alle alten Schleusen restauriert und in Betrieb gesetzt, Ufersicherungsarbeiten wurden durchgeführt und somit steht ein beschauliches und landschaftlich wunderschönes Wanderruderrevier zur Verfügung.

Nachdem die eingefallene Stecherschleuse wieder hergerichtet wurde, ist der Finowkanal vom Abzweig des OHK bis zur Mündung unterhalb des Schiffshebewerks seit 1999 wieder durchgängig befahrbar. Es wird freitags bis sonntags von 9.00 – 17.00 Uhr geschleust. Auf jeden Fall sollte man sich rechtzeitig beim WSA Eberswalde, Außenstelle Finowfurt, Tel. 03335 45390, anmelden, dann wird es auch möglich sein, im Sommerhalbjahr an anderen Wochentagen mit Fahrtgruppen zu schleusen.

Beim Schleusenvorgang in diesen alten Schleusen ist höchste Aufmerksamkeit und Disziplin von Nöten. Bisher gab es nur eine einzige Leiter in der Schleuse zum Festhalten, Weitere Haltemöglichkeiten hat man uns versprochen. Bewährt haben sich lange Leinen, die von Schleusenhaupt die Boote in der Schleuse am Platz halten. Beim Aufwärtsschleusen stürtzt das Wasser mit ziemlicher Wucht in die Schleusenkammer. Für einen einzigen Schleusenvorgang muss man mindestens 20 Minuten planen. Da jedoch die Schleusenmeister mehrere Schleusen bedienen, muss auch Wartezeit einkalkuliert werden. Den Finowkanal an einem Tag passieren zu wollen, kann u. U. sehr knapp werden.

57,4 vom Oder-Havel-Kanal bei Km 50,4

57,6 Eisenbahn- Schönebeck - Wandlitz (Heidekrautbahn)

59,3 Ruhlsdorf, Hubhöhe 1,83m, vollendet 1878

59,5 Straßen-, r Ruhlsdorf mit Feriendorf DORADO in ca. 5 Km Entfernung, Tel 033395 224, Übernachtung in Ferienhäusern

61,1 Leesenbrück, Hubhöhe 3,15 m, vollendet 1878

61,6 Straßen- , l Marienwerder

63,4 Grafenbrück, Hubhöhe 3,76 m, vollendet 1876

65,0 r Alte Finow, UFB

66,1 Autobahn- A11 Berlin – Stettin (PL)

67,6 Schöpfurth, Hubhöhe 3,88 m, vollendet 1876, Schleusen-, l und r Finowfurt

68,0 Straßen- Finowfurt

69,7 l Fließ vom Mäckersee

70,4 l unter der Fußgänger- am Ufer hindurchfahren, Sportverein Stahl Finow Kanu, Anschrift: Horst Regulin, Karl-Marx-Ring 28, 16227 Eberswalde-Finow, LU,BU, Anmeldung erforderlich

http://www.svstahlfinowkanu.de/

70,5 Wege- Messingbrücke, r Eberswalde-Finow

70,7 Eisenbahn-

71,0 Heegermühle, Hubhöhe 3,29 m, vollendet 1876

71,2 Straßen-

72,1 Rohr-

72,3 Werkbahn-

72,9 Wolfswinkel, Hubhöhe 3,02 m, vollendet 1876

73,1 Rohr-

73,6 Straßen-

73,9 Drahthammer, Hubhöhe 3,98 m, vollendet 1877

75,4 Straßen-

75,9 Kupferhammer, Hubhöhe 4,42 m, vollendet 1875

76,4 Eisenbahn-

77,0 Straßen- Wilhelmsbrücke, l und r Eberswalde, von hier empfiehlt sich ein Ausflug nach Kloster Chorin, nur mit Fahrzeug

77,8 Straßen- Friedenbrücke

77,9 Eberswalde, Hubhöhe 3,79 m, vollendet 1831, älteste Finowkanalschleuse

79,4 Eisenbahn-

81,0 Ragöse, Hubhöhe 2,48 m, vollendet 1875, l der Ragöse, UFB

84,4 Stecher, Hubhöhe 3,11 m, vollendet 1877

86,3 Straßenzug-, l Niederfinow, r Struwenberg

88,9 Liepe, Hubhöhe 2,53 m, vollendet 1874

89,3 in den Oder-Havel-Kanal bei Km 79,0

finowkanal.txt · Zuletzt geändert: 2014/12/13 17:37 von krutzke

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