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Informationen zur Fulda

Die Fulda ist ein Quellfluss der Weser, sie entspringt in der Rhön auf der Wasserkuppe, ist 218 Km lang und vereinigt sich bei Hannoversch Münden mit der Werra zur Weser.

Bis Mecklar (km 109,2) erfolgt die Kilometrierung absteigend. Ab Mecklar ist die Fulda Bundeswasserstraße. Die Kilometrierung beginnt hier neu mit Km 0 aufsteigend bis zur Mündung.

Von Bad Hersfeld ist die Fulda auch für Ruderer befahrbar, jedoch nur bei günstigem Wasserstand. Vor Beginn jeder Fahrt sollte unbedingt beim WSA Hann.-Münden ( Tel. 05541 4071-74) der jeweilige Pegelstand erfragt werden. Je nach Wasserstand sind mehr oder weniger Hindernisse in Form von flachen Stellen oder Stromschnellen zu überwinden. Es wird empfohlen, nur Kunststoffboote zu benutzen. Der obere Teil der Strecke von Bad Hersfeld bis Mecklar ist nur mit Zweiern zu befahren. Hinter den meisten Brücken befinden sich flache Furten. Daher ist besondere Vorsicht erforderlich. Für weniger abenteuerlustige Wanderruderinnen und –ruderer ist zu empfehlen, erst ab Melsungen zu fahren. Von Melsungen bis Kassel ist es eine bequeme Tagesetappe. Ab Kassel ist die Fulda sicher gangjährig zu berudern.

Landgraf Moritz ließ die Fulda im Jahr 1601 und 1602 bis Hersfeld schiffbar machen (in Rotenburg existiert noch eine Schleuse aus dieser Zeit). In Melsungen lebten im Jahr 1805 noch fünfzig Schifferfamilien. Auf dem Bad Hersfelder Stadtfriedhof, erinnert noch ein Grabstein einer Schifferfamilie an diese Zeit. Die Fuldaschifffahrt kam aber schon ab 1849 wieder zum erliegen, als die Eisenbahnstrecke Kassel-Bebra gebaut wurde.

Die Fulda wurde ab 1890 durch den Bau von Staustufen kanalisiert; so entstanden zwischen Bebra und Kassel 5 Stauanlagen sowie zwischen Kassel und Hann. Münden insgesamt 8 Staustufen, so genannte Nadelwehre, deren schlechte Bausubstanz und gefährliche Bedienungsweise seit den 1970ern einer Erneuerung bedurfte. Ein paar Staustufen wurden völlig abgerissen und andere wurden restauriert oder komplett neu gebaut, so dass es heutzutage vor allem im Fulda-Unterlauf nur noch 5 Staustufen gibt. Die höchste davon befindet sich unweit von Kassel - flussabwärts - bei Wahnhausen (bis 1980 erbaut): Sie weist 8,48 m Stauhöhe auf. Das zweifeldrige Walzenwehr in Kassel (1912) wurde von 1991 bis 1993 restauriert. Dadurch kann die Fulda von Kassel bis Hann. Münden als Schifffahrtsweg genutzt werden: Im Sommer verkehren dort einige Motorschiffe (Ausflugsverkehr), Ruder-, Paddel- und Sportboote.

Anfang des 20. Jahrhunderts sollte die Fulda Teil eines gigantischen Kanalsystems werden. So wurde der Bau einer Wasserstraße von der Nord- bzw. Ostsee bis zum Schwarzen Meer (über Weser, Fulda, Kinzig, Main und Donau) geplant. Teilweise waren bis zu 8 km lange Tunnel zur Unterquerung der Mittelgebirgszüge vorgesehen. Bei Bergshausen (etwa 10 km südöstlich von Kassel) wurde sogar mit dem Bau einer Talsperre begonnen. Ende der 1920er wurden jegliche Arbeiten und Planungen eingestellt.

Im Bereich der Bundeswasserstrasse ist die Fulda mit Schleusen ausgestattet, die bis auf Kassel und Hann.-Münden in Selbstbedienung zu betätigen sind:

Schleuse Rotenburg : Ist zugeschüttet, es muss umtragen werden

Schleuse Neumorschen : Vorher anlegen und Tore öffnen; schwierig das -gelände zu betreten, da nur über Privatgelände zu erreichen

Schleuse Melsungen : beidseitig der starker Sog, unbedingt vorher anlegen, und -tore öffnen

Schleuse Guxhagen : bei Ausfahrt aus dem -kanal Vorsicht! Steine!

Schleuse Neue Mühle Kassel : für Ruderboote ungeeignet, da die Schleuse zu flach ist. Es muss am rechten Ufer umtragen werden, dort ist ein Bootswagen auf Schienen installiert. ist z.Z. vom WSA bis auf weiteres gesperrt.

Schleuse Kassel : keine Selbstbedienung, Gruppen anmelden ( Tel. 0561 59203). Zum Umtragen steht ein Bootswagen zur Verfügung

Schleuse Wahnhausen : Selbstbedienung der automatischen Schleusung. Zum Umtragen steht ein Bootswagen zur Verfügung

Schleuse Wilhelmshausen mit Bootsgasse : Selbstbedienung der automatischen Schleusung. Zum Umtragen steht ein Bootswagen zur Verfügung

Schleuse Bonaforth mit Bootsgasse : Selbstbedienung der automatischen Schleusung. Zum Umtragen steht ein Bootswagen zur Verfügung.Die letzten drei Schleusen sind mit Notrufsäulen ausgestattet. Bitte unbedingt die Bedienungsvorschriften an den beachten.

Schleuse Hann.-Münden : keine Selbstbedienung, Gruppen anmelden ( Tel. 05541 12807). Zum Umtragen steht ein Bootswagen auf Schienen zur Verfügung, bei Niedrigwasser jedoch schwieriges Einsetzen im Unterwasser

Die beschriebene Strecke bietet viele landschaftlich sehr schöne Abschnitte. Besonders die Strecke um Rotenburg, nach Melsungen die großen Fulda-Schleifen und vor Kassel der Malerwinkel ( bei guter Sicht mit Blick auf Wilhelmshöhe mit Herkules) sind zu erwähnen. Den Unterlauf der Fulda umsäumen die großen Waldgebiete Reinhardswald und Kaufunger Wald.

informationen_zur_fulda.txt · Zuletzt geändert: 2014/04/02 19:54 von krutzke

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