Müritz

Bearbeiter: Dr. Wolfgang Krutzke, Koch-Gotha-Strasse 7, 18055 Rostock

Die Müritz ist aufgrund ihrer Größe sehr windanfällig und gefährlich nicht nur für Ruderer. Auf jeden Fall vor der Überfahrt über die Wetterlage informieren. Auch während der Überfahrt kann sich die Wetterlage ändern und zu gefährlichen Situationen führen. Bei Ostwind kann das Ostufer aufgrund der Nauturschutzspeerrung nicht als Winddeckung genutzt werden.

15.7.2011 Nordkurier Waren:

Ruderunfälle auf der Müritz auf Leichtsinn zurückgeführt

Ursache der Ruderboot-Unfälle auf der Müritz, bei denen am Mittwoch zehn junge Leute gerettet werden mussten, war Leichtsinn. „Das war die falsche Technik für die falsche Wetterlage“, sagte der Leiter der Wasserschutzpolizei Waren, Ingo Hagen, gestern. Man beobachte seit Jahren die Tendenz, dass sich auswärtige Sportgruppen langfristig Tagesziele setzten, die sie bei jeder Wetterlage zu erreichen suchten. Das sei gefährlich. Bei böigem Südostwind war ein Sportverein aus Otterndorf (Niedersachsen) bei Röbel mit zwei Ruderbooten auf die Müritz hinausgefahren und gekentert. Die Jugendlichen konnten gerettet werden, nicht alle trugen Rettungswesten.

Bei dem Unfall habe etwa Windstärke sechs geherrscht, meinte Hagen. Wenn der Wind auf der langgestreckten Müritz dann von Südost wehe, bildeten sich größere Wellen als auf anderen Gewässern. Es sei auch nicht klar, ob die Ruderer den Wetterbericht gehört hätten, der vor solchen Winden gewarnt hatte. Fast zeitgleich mit den Ruderbooten war am Mittwoch auch ein Segelboot gekentert, dessen drei Insassen ebenfalls gerettet werden konnten.

Auf der Müritz kommt es immer wieder zu tragischen Bootsunfällen. Bei Röbel war zuletzt 2006 ein Ruderboot mit neun Schülern und einem 60-jährigen Lehrer gekentert. Die Schüler wurden gerettet, der Lehrer ertrank.

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