Pleiße

Bearbeiter:

Hans-Peter Kozerski, 15848 Beeskow

Dr. Wolfgang Krutzke, 18055 Rostock

Die Pleiße hat ihre Quelle südwestlich von Zwickau in Lichtentanne, Ortsteil Ebersbrunn, im Drei-Linden-Brunnen, fließt durch Werdau und Crimmitschau, vorbei an Altenburg, durchquert bei Fockendorf die Talsperre Windischleuba und mündet in Leipzig in die Weiße Elster. Zwischen Saara und dem Nobitzer Ortsteil Kotteritz hat ihr Lauf den Status eines Flächennaturdenkmals.

Der Flusslauf hatte ursprünglich eine Länge von 115 km, wurde aber vor allem durch den Braunkohlentagebau südlich von Leipzig begradigt und somit verkürzt und hat jetzt nur noch eine Länge von ca. 90 km.

Ableitung von Abprodukten aus der carbochemischen Industrie im Südraum Leipzigs führten zu Verfärbung, Gestank, starker Schaumbildung und Absterben allen Lebens im Unterlauf des Flusses. Das machte die Pleiße während der Zeit der DDR zum Synonym eines verschmutzen Flusses. Nach der Stilllegung der verursachenden Industrie in den 1990er-Jahren hat sich die Wasserqualität wesentlich verbessert, so dass auch inzwischen wieder zahlreiche Fischarten anzutreffen sind. Zurzeit besteht noch eine leichte (ungiftige) Braunfärbung durch Eisenverbindungen, vor allem Pyrit, aus dem Wasserregime des zum größten Teil stillgelegten Braunkohlebergbaus.