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Informationen zur Donau

Bearbeiter:

Rolf Baßler, 91054 Erlangen

Hans Thumann, 93047 Regensburg

Heike Rodenburg, 35460 Staufenberg

Rainer Engelmann. Köln - 2017 -

http://www.tour-international-danubien.org/

http://de.wikipedia.org/wiki/Tour_International_Danubien

http://www.msvoe.at/Donau-Yacht2005-d.pdf

Schifffahrtkarten der Donau von Kelheim bis zum Schwarzen Meer, elektronisch + Papier): http://www.danubeportal.com/?pageid=downloads_index&display=no

Die Donau ist eine der großen deutschen Wasserstraßen. Zwischen der Staustufe Straubing und Vilshofen weist sie als freifließendes Gewässer eine nicht unerhebliche Strömung und viele unübersichtliche Kurven auf. Zahlreiche Buhnen, Parallelwerke und Leitdämme, die bei höheren Wasserständen überströmt sind, aber auch in der Donau befindliche Anlagen (Brückenpfeiler, Trennmolen usw.) können zur Bildung von Strudeln und Kehrströmungen führen. In den Abschnitten Kelheim - Straubing und Vilshofen - Jochenstein ist die Donau staugeregelt und erreicht hierbei stellenweise eine Breite von mehr als 300 m. Bei höherer Wasserführung der Donau und deren Nebenflüssen können jedoch auch in diesen Abschnitten mitunter sehr hohe Fließgeschwindigkeiten auftreten.

Zwischen Kelheim und Jochenstein sind ca. 210 km Bundeswasserstraße. Zwei Drittel der deutschen Donaustrecke ist mit sechs Staustufen ausgebaut; ca. 70 km zwischen Straubing - Vilshofen sind freifließend. An der Donau war bis zur Stauregulierung des Abschnittes Regensburg - Kelheim Ende der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts Regensburg Endstation für die Donauschifffahrt. Die Donau Regensburg und Jochenstein war auf der Grundlage der RMD - Verträge von 1921 zum Teil mit Staustufen versehen bzw. im Zuge der Niederwasserregulierung flussregelnd ausgebaut worden.

Der Verkehr hat auf der Bundeswasserstraße Donau seit Eröffnung des Main-Donau-Kanals im erheblichen Umfang zugenommen. Die Fahrt auf der Donau erfordert deshalb von allen Wassersportlern besondere Umsicht und Aufmerksamkeit. Jeder Wassersportler sollte sich darüber im klaren sein, daß die Ausübung des Wassersports nicht nur Gefahren für ihn mit sich bringt, sondern daß jedes unsachgemäße oder leichtsinnige Verhalten auch die übrigen Verkehrsteilnehmer gefährdet. Von allen Wassersporttreibenden ist daher Rücksicht gegenüber den an-deren Verkehrsteilnehmern zu verlangen.

Überschreitet die Wasserführung der Donau den „Höchsten Schiffahrtswasserstand (HSW)“, müssen alle Fahrzeuge ihre Fahrt einstellen. Der HSW beträgt für die Strecken:

Kelheim - Schleuse Regensburg 480 cm
Schleuse Regensburg - Schleuse Geisling 520 cm
Geisling - Straubing 505 cm
Straubing - Deggendorf 620 cm
Deggendorf - Schalding 480 cm
Schalding - Jochenstein 780 cm

Die Wasserstände können telefonisch unter der Rufnummer 0941 8109-328 abgefragt werden.

(Auszug aus „Merkblatt für Wassersportler auf der Bundeswasserstraße Donau vom 25. 9. 1995, herausgegeben vom WSA Regensburg)

Während also der Abschnitt Kelheim – Passau (und weiter bis zur Schleuse Jochenstein) Bundeswasserstraße ist, ist der Abschnitt Ulm – Kelheim Landeswasserstraße. Die 16 Schleusen dieses Abschnitts sind alle in Selbstbedienung zu betätigen und werden technisch vom örtlichen Kraftwerk mit betreut. Die Schleusen von Ulm bis Donauwörth verfügen über kein Telefon, sie unterstehen der Zentrale in Günzburg (Tel. 08221 36120). Bei Hochwasser erscheinen auf den Wehren gelbe Blinklampen und die Bootsschleusen werden abgeschaltet. Dann wäre nur noch Umtragen möglich, was jedoch unterbleiben sollte, da durch den Wasserablaß über die Wehre im Unterwasser höchst gefährliche Wirbel und Wasserturbulenzen entstehen. Auskünfte über aktuelle Wasserstände erteilen sicherlich die örtlichen Wassersportvereine.

Zum Teil recht flotte Strömung finden wir vor allem hinter den Wehren, die jedoch bis zum nächsten Stausee auf null zurückgeht. Besondere Strömungsverhältnisse herrschen zwischen km 2420 (Stausacker) und km 2415 (Kelheim), im Donaudurchbruch bei Weltenburg, da die Strömung von den Felsen hin- und hergeworfen wird und dazu noch große Ausflugsdampfer mit ansehnlicher Wellenbildung auftreten. Besonders in diesem Bereich ist erhöhte Aufmerksamkeit vonnöten und die Mannschaft muß stets ruderbereit bleiben.

Mit Ausnahme des Donaudurchbruchs von Weltenburg bis Kelheim gibt es von Ulm abwärts bis zur Bundeswasserstraße keine Berufsschiffahrt und auch keine Motorboote. Vorsicht aber an den Gierfähren! Ansonsten genießt man auf dieser Strecke Natur pur und vor allem im oberen Bereich liegen nur selten Ortschaften am Ufer. Streckenweise geht ein Radweg am Ufer entlang.

informationen_zur_donau.1514388671.txt.gz · Zuletzt geändert: 2017/12/27 16:31 von rainer.engelmann

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