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Main

Geologie - Geographie

Als Nebenfluss des Rheins entsteht der Main bei Kulmbach durch Zusammenfluss der Quellflüsse Weißer Main (vom Fichtelgebirge) und Roter Main (vom Ostrand der fränkischen Alb). Von Norden kommend wendet sich der Main bei Bamberg nach NW und durchbricht bei Haßfurt die bewaldete Keuperstufe zwischen Steigerwald und den Hassbergen. Im weiteren Verlauf bildet er in der unterfränkischen Muschelkalkplatte zwischen Schweinfurt und Gemünden das „Maindreieck“. Er durchbricht anschließend mit dem „Mainviereck“ den aufgewölbten Mittelgebirgsrand. Das im Rot- und Buntsandstein eingetiefte und enge Tal mit seinen bewaldeten Hängen gilt als Grenze zwischen Odenwald und Spessart. Ab Aschaffenburg wendet sich der Main gen Westen dem oberrheinischen Tiefland zu. Nach nunmehr 524 km mündet der Main gegenüber von Mainz in den Rhein bei dessen Fluss-km 496,6.

Geschichte

Dass der Main seit ca. 2000 Jahren den Menschen als Wasserstraße dient, ist belegt: Für die Römer war der Main von Miltenberg bis Großkrotzenburg der „nasse Limes“, also die Fortführung der markierten und befestigten Landgrenze zu Germanien. Im 9. Jahrhundert kam Karl der Große auf den verwegenen Gedanken, den Main mit der Donau und somit von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer zu verbinden. Er ist aber damals (mit etwas anderer geplanten Streckenführung) kläglich gescheitert. Als Handelsstraße bot sich der Fluss zunehmend an, weil er eine der wenigen schiffbaren Verbindungen von Ost nach West in Mitteleuropa darstellt. So konnte sich neben der Flößerei aus dem Fichtelgebirge die Schifffahrt als Alternative zum Landweg entwickeln. Stromab war dies je nach Jahreszeit kein Problem. Zu Berg aber wurden die Lastkähne auf dem „Leinritt“ mit Pferden gezogen (getreidelt). Die Mechanisierung brachte zunächst die Dampf-, später die Motorschifffahrt. Eine Besonderheit war wohl ab 1886 mittels einer im Flussbett verlegten durchgehenden Kette die sog. Kettenschleppschifffahrt. In den 1920er Jahren begann die Kanalisierung mit dem Bau von Staustufen bis dann zum Ende des vorigen Jahrtausends mit dem fertiggestellten Main-Donau-Kanal der Traum von Karl dem Großen realisiert wurde.

Reisehinweise

Von „Bierfranken“ bei Bamberg und „Weinfranken“ um Kitzingen und Würzburg begleitet Bacchus die Flusswanderer, bis um Hanau, Offenbach und Frankfurt der „Äppelwoi“ in die Kneipen einlädt. Am gesamten Main hat sich eine Gastronomie entwickelt, die allen Ansprüchen gerecht wird. Wer nicht auf Zeltplätzen oder in Bootshäusern auf LuMa übernachten möchte, dem wird eine rechtzeitige Anmeldung in den Gasthöfen oder Hotels empfohlen. Mancherorts beginnt die Touristensaison bereits im März und endet erst im November. Gerade zur Weinlese in Franken sollte man sich rechtzeitig erkundigen.

Weitere Hinweise und Empfehlungen

Die Kilometrierung beginnt an der Mainmündung und steigt stromaufwärts. Kilometerzeichen sind an beiden Ufern vorhanden: Am rechten Ufer von km 0,0 bis km 82,0, am linken Ufer ab km 82,0 bis km 384,3.

Eine mehrtägige Ruderwanderfahrt sollte mit Datum und dem Etappenplan bei den Wasser- und Schifffahrtsämtern angemeldet werden.

Zuständig sind von km 384,3 bis km 185,0 Staustufe Rothenfels - Oberwasser Wasser- und Schifffahrtsamt Schweinfurt Mainberger Straße 8 97422 Schweinfurt Tel.: 09721-206.0; Fax: 09721-206.101 E-Mail: wsa-schweinfurt@wsv.bund.de Internet: http://www.wsa-schweinfurt.wsv.de

und von km 185,0 Staustufe Rothenfels - Unterwasser bis zur Mündung Wasser- und Schifffahrtsamt Aschaffenburg Obernauer Straße 6 63739 Aschaffenburg Tel.: 06021-385.0; Fax: 06021-385.101 E-Mail: wsa-aschaffenburg@wsv.bund.de Internet: http://www.wsa-aschaffenburg.wsv.de

Das Studium der Hinweise für Wassersportler auf den Bundeswasserstraßen Main, Main-Donau-Kanal und Donau wird zur Fahrtvorbereitung dringend empfohlen. Diese Broschüre kann kostenlos angefordert werden bei Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) Ulrich-von-Hassel-Straße 76 53123 Bonn Internet: http://www.wsv.de Bestellung von Druckerzeugnissen: info@wsv.bund.de

Gleichfalls empfiehlt sich zur Vorbereitung das Sicherheitshandbuch des Deutschen Ruderverbandes, das angefordert werden kann über http://www.rudern.de.

Elektronisches Wasserstraßen-Informationssystem (ELWIS) Mit ELWIS stellt die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes den Nutzern der Wasserstraßen nautische Informationen aller Art im Internet bereit. Für ELWIS ist ein zentraler Server bei der Bundesanstalt für Wasserbau mit der Internet-Adresse http://www.elwis.de eingerichtet.

Quellennachweis

- F. A. Brockhaus Wiesbaden achtzehnte Auflage 1979 - Otto Berninger in: 750 Jahre Stadt Miltenberg - Beiträge zur Geschichte einer fränkischen Stadt 1987 - Hinweise für Wassersportler der GDWS Auflage 12/2016

Die Überarbeitung des Main für den Gewässerkatalog des Deutschen Ruderverbandes erfolgte in Zusammenarbeit von: Bayerischer Ruderverband, Hessischer Ruderverband und der Rudergesellschaft Wertheim (BaWü).

Miltenberg, den 03. Januar 2018

main.txt · Zuletzt geändert: 2018/01/21 00:39 von michael.stoffels

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